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Ausschnitte aus den 70er Jahren:

Großer Erfolg einer Geigerin
"Hamburgs Musikfreunde sollten sich den Namen Magdalena Rezler merken. Zu einem sensationellen Erfolg jedenfalls wurde das Debüt der 28jährigen Warschauer Geigerin anlässlich der "Polnischen Tage" in Hamburg. Erstaunlich, mit welcher Überlegenheit die grazile blonde Polin ein Stück wie Ravels "Tzigane" hinzauberte. Erstaunlich aber auch, mit welcher Zurückhaltung sie sich in den Schönheiten eines Beethovenschen Variationensatzes (D-Dur-Sonate op.12) versenkte. Selbst die leichtgewichtige Kost wie zwei Paganini-Caprices oder eine Polonaise ihres Landsmanns Wieniawski konnte bei solch reifer Gestaltungskraft, bei solch hexenmeisterlicher Virtuosität das Interesse wach halten. Auch dank der vorzüglichen "Begleiter" Heide Strömsdörfer und Maciej Paderewski war der Erfolg in der erfreulich gut besuchten Kleinen Musikhalle perfekt."
C.W.
Hamburger Abendblatt 1975

Ein Konzert wurde zum Erlebnis
"...Magdalena Rezler aus Warschau begeisterte mit einem hinreißend kräftigen Bogenstrich und stupender Technik. Wunderschön der Ton ihres Instruments und in einer selten gehörten musikalischen Klangfülle, aber auch im zartesten Pianissimo rein und klar..."
Christl Buchholtz
Hückeswagener Schlosskonzerte 1976

Preisträgerkonzert in der Nationalphilharmonie
"Das zweite wichtige künstlerische Ereignis dieses Abends war unsere Landsmännin Magdalena Rezler, deren Sonate Op.115 von Prokofiev für Violine solo selbst bei den anspruchsvollsten Musikliebhabern Annerkennung finden konnte. (...) Sie glänzte mit einem Spiel voller Schwung, vertieft in musikalischer Empfindlichkeit, Virtuosität sowie dieser besonderen Fähigkeit, die Zuhörer die ganze Zeit über in Spannung zu halten."
Zdzisław Sierpiński
"Ruch muzyczny" 1977

Ovationen für eine junge Geigerin
"Der Clou des Abends war jedoch ohne Zweifel die blutjunge polnische Geigerin Magdalena Rezler, die Bachs technisch und geistig überaus anspruchsvolle Sonate g-Moll BWV 1001 mitstupender Sicherheit, sehr klaren Ton, untadeligem Dppellgriffspiel und gut durchdachter Phrasierung gestaltete und damit jeden Maßstab genügen konnte. In der teilweise Vierstimmigkeit reichenden Fuge wusste sie die Stimmführung stets deutlichzumachen und riss in dem virtuosen Schlusslauf des abschließenden Prestos das Publikum zu wahren Beifallsstürmen hin..Was hier (in den Caprices Nr1 und 2 von Grazyna Bacewicz) dem Interpreten an Doppelgriffen, an hohem Flagoletts, wirlbenden Arpeggien und rhythmisch intrikaten Sechszehntelpassagen zugemutet wird, würde manchen schon zur Verzweiflung bringen, Doch die unnachahmliche Souveränität und klangliche Noblesse, mit der Magdalena Rezler diese enormen technischen Probleme vergessen ließ und mit der sie auch Eugene Ysaye´s Sonate IV für Violine solo gestaltete, lassen den Schluss zu, dass diese junge Geigerin zu den ganz großen Begabungen ihres Landes gehört. Ihren Namen wird man sich merken müssen."
Wulf Kunold
Kieler Nachrichten 1977